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Sonnenschutz

Sommer, Sonne, Sonnenschein – wem ist die Sehnsucht nach paradiesischen Stränden mit weißem Sand, türkisem Wasser und Drinks aus Kokosnüssen nicht all zu vertraut? Genau so herrlich ist ein Tag am See mit der Clique, kühlem Bier und abends Lagerfeuer und Gitarre. Doch auch auf Balkonien findet sich bei wolkenlosem Himmel und strahlender Sonne Erholung vom stressigen Alltag. All diese Szenarien haben jedoch eines gemein: Ohne den passenden Sonnenschutz kann ein unvergesslich schöner Tag über kurz oder lang in einem Fiasko enden.

Denn wenn die Haut der Sonne zu lange ausgeliefert ist, reichen die Konsequenzen von einem kurzfristig schmerzhaften Sonnenbrand oder einem gefährlichen Sonnenstich bis zu Langzeitwirkungen wie Hautkrebs. Schon ersteres vermiest den Urlaub oder entspannende Stunden im heimischen Garten gehörig – deine Haut rötet sich und beginnt zu jucken, das Tragen von Kleidung verkommt zur Qual. Um die Schmerzen zu lindern, fallen Kosten für Sonnenbrandcremes oder After Sun-Lotions an, wenn sich gerade keine Aloe Vera-Pflanze in der Nähe befindet, die sich plündern lässt. In drastischen Fällen können diese Ausgaben sogar durch Arztbesuche in Urlaubsländern in die Höhe katapultiert werden. Nach einigen Tagen schält sich die Haut ab und alles, was zurückbleibt, ist keine anhaltende Bräune, sondern Bedauern.

Noch schlimmer ist der Sonnenbrand jedoch nicht am eigenen Leib, sondern wenn er aufgrund mangelnden Sonnenschutzes bei Kindern auftritt. Nicht nur sind für Eltern deren Schmerzen fast noch schlimmer als die eigenen, sondern die Haut des Nachwuchses ist meist deutlich sensibler als bei Erwachsenen. Zudem ist das Hautkrebsrisiko bei Sonnenbrand im Kindesalter erheblich höher.

So kann nicht nur um Sinne der Urlaubsstimmung, sondern auch hinsichtlich der eigenen Gesundheit und des Wohls der Kinder Sonnenschutz nicht groß genug geschrieben werden.

Deshalb findest du auf dieser Seite alle Informationen rund ums Thema Sonnenschutz und Sonnenbrand.

Sonnenschutz

Ist Sonnenstrahlung immer schädlich?

Ohne Sonne kein Leben. Das gilt nicht nur für Tiere und Pflanzen, sondern auch für uns Menschen. Kein Wunder, ist doch die Sonne maßgeblich an der Entstehung des Pro-Hormons Vitamin D beteiligt, das der Körper dank Sonnenlicht – genauer gesagt UVB-Strahlen – bilden kann. Vitamin D ist deshalb auch als „Sonnenhormon“ bekannt und verhindert Erkältungs- und Knochenerkrankungen. Auch Krebswachstum wird in vielen Körperzellen so verhindert und der Bildung von beispielsweise Brustkrebs oder Darmkrebs kann so entgegengewirkt werden. Auch Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Herzinfarkt, Diabetes und hoher Blutdruck werden durch einen Vitamin D-Mangel begünstigt. Sonne zu tanken vermeidet zudem Müdigkeit, Abgeschlagenheit und sogar Demenz und Depression. So führt eine ausreichende Ration des Sonnenhormons zur Ausschüttung von Endorphinen. Doch wie überall macht die Dosis das Gift. Wird die Haut der Sonne zu lange oder intensiv ausgesetzt, entsteht Sonnenbrand.

Wie entsteht Sonnenbrand?

Medizinisch gesehen handelt es sich bei Sonnenbrand um eine Verbrennung der Haut, wenn diese zu lange von der Sonne bestrahlt wurde. Zuerst beginnt sie sich zu bräunen – bildet also Pigment, so genanntes Melanin, das sich schützend um den Zellkern liegt und vor schädlicher UV-Strahlung schützt. Dies wird jedoch mit der Zeit für die Haut gefährlicher, die Sonneneinstrahlung dringt in die oberen Hautschichten ein und schädigt das Bindegewebe. So erklärt sich auch das äußere Erscheinungsbild von Sonnenbrand: Die Blutgefäße weiten sich und die Haut rötet sich. Die erhöhte Durchblutung weist auf eine Entzündung hin.

Welche Gefahren birgt Sonnenbrand?

Kurzfristige Sonnenbrand Gefahren

Je nach Stärke des Sonnenbrandes gliedert sich die Verletzung der Haut in 3 Stufen. Bei Verbrennungen 1. Grades kommt es zu schmerzhafter Hautrötung, Verbrennungen 2. Grades führen zu Blasenbildung und Verbrennungen 3. Grades haben eine weitgehende Zerstörung der Haut und eventuell großflächige Ablösung der Oberhaut zur Folge. Auch Sonnenstich, Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Kreislaufzusammenbruch und Fieber können durch lange Sonnenbäder oder Arbeiten im Freien verursacht werden.

Langfristige Sonnenbrand Gefahren

Doch dies zählt nur zu den kurzfristigen Sonnenbrand Gefahren, da dies meist leider nur die Spitze des Eisbergs ist. Die schlimmsten Schäden sind nicht nur unschön gerötete Haut und schmerzhafter Juckreiz, sondern was sich dabei unter der Oberfläche abspielt, denn die heftigsten Folgen von mangelndem Sonnenschutz gehen im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut. Ist diese trotz schützender Bräunung nicht mehr vor den UV-Strahlen geschützt, dringen diese immer tiefer ein und richten stärkeren Schaden an. Das beschädigte Bindegewebe resultiert in beschleunigter Hautalterung. Auch Altersflecken und andere Pigmentstörungen der Haut entstehen durch zu starke UV-Strahlung.

Augenschäden

Ist kein ausreichender Sonnenschutz gegeben, können Horn- und Bindehaut des Auges beschädigt werden. So droht dem Auge durch zu starke Sonneneinstrahlung zeitweilig eine Hornhautentzündung – beispielsweise aktinische Keratopathie, im Volksmund Schneeblindheit genannt. Langfristig läuft das ungeschützte Auge auch Gefahr, an Katarakt, also Grauem Star, zu erkranken.

Hautkrebs

Die wohl schlimmste Folge von mangelndem Sonnenschutz ist Hautkrebs. Noch vor genetischer Veranlagung, Erbkrankheiten und Chemikalien (wie Arsen) zählt zu hohe und intensive UV-Strahlung als Hauptfaktor – und das Risiko steigt mit jedem Sonenbrand. Die Krankheit gliedert sich in 2 Arten. Weißer Hautkrebs gliedert sich in Basalzellkarzinom (Basaliom) und Plattenepithelkarzinom. Diese Krebsart metastasiert selten, die chirurgische Entfernung ist so meist kein Problem. Schwarzer Hautkrebs ist auch als Melanom bekannt und deutlich tückischer, da sich die Krebszellen über das Lymph- und Blutgefäßsystem im Körper verbreiten und Metastasen bilden.

Wie kann ich mich vor Sonnenbrand schützen?

Sonnenschutz Kleidung

„Kleider machen Leute“ und sorgen für guten Sonnenschutz. Doch Achtung, das richtige Material spielt hier eine große Rolle! So bietet typische Sommerkleidung, die aus dünnen und hellen Baumwollstoffen besteht, nicht automatisch ausreichend hohen Schutz vor UV-Strahlen. Wird die Baumwolle nass, verringert sich diese Wirkung zusätzlich. Zuverlässigeren Sonnenschutz bieten Nylon, Wolle, Seide, Polyester und andere dicht gewebte Stoffe – am besten dunkel. Auch eigene UV-Schutzkleidung, in deren Fasern schon während der Produktion UV-absorbierende Substanzen eingearbeitet werden, bildet eine zuverlässige Sonnenschutz Möglichkeit. Auch der Kopf sollte selbstredend bedeckt werden.

Sonnencreme

Das wohl bekannteste Mittel zum Sonnenschutz ist Sonnencreme – idealerweise wehrt diese UVA- und UVB-Strahlen ab. Doch Vorsicht bei der Anwendung – oftmals wird zu wenig Sonnencreme aufgetragen und zu selten nachgecremt. Durch mehrmalige Anwendung wird der Schutz vor schädlichen UV-Strahlen nicht erhöht, erneutes Eincremen bewirkt jedoch die Aufrechterhaltung des bestehenden Schutzes. Durch Schweiß und Wasser wird die bestehende Schutzkraft verringert, weshalb sich wasserfeste Sonnencremes empfehlen. Doch selbst diese sollten nach dem Baden oder Abtrocknen erneut verwendet werden.

Sonnenschirm

Doch weder möchte man am Strand bekleidet herumliegen, noch ständig nachcremen müssen. Als Schattenspender und Sonnenschutz wird an Stränden daher oft auf Sonnenschirme zurückgegriffen. Je nach Material sorgen diese für exzellenten UV-Schutz, so lange die Strahlen von oben kommen. Seitlich einfallende Sonnenstrahlen bilden hier einen Risikofaktor. Auch der Transport von Sonnenschirmen gestaltet sich oftmals als ärgerlich und unhandlich – nämlich dann, wenn das Packmaß riesig und sperrig ist.

Strandmuschel

Eine immer beliebtere Alternative zum Sonnenschirm ist die Strandmuschel. Je nach Ausführung passt sie zusammengepackt spielend leicht ins Auto oder sogar in den Koffer und überzeugt aufgebaut durch großzügige Dimensionen. Strandmuscheln gliedern sich in verschiedenste Arten – vom klassischen Strandzelt zur selbstaufbauenden Pop up Strandmuschel. Neben Sonnenschutz bieten Strandmuscheln auch Zuflucht vor Wind. Einige Modelle sind zudem verschließ- oder sogar versperrbar. Dies ermöglicht nicht nur Schutz vor Insekten oder Privatsphäre inmitten der Menschenmassen, sondern auch, Wertgegenstände sicher zu verwahren. Dies vermeidet besorgte Blicke vom Wasser ans Ufer. Ein weiteres praktisches Feature mancher Strandmuscheln ist ein abnehmbarer Boden. Dieser ermöglicht es Kindern, sonnengeschützt dennoch im Sand spielen zu können.